28.11.2016 von
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Geldanlagen an deutschen Börsen in Aktien oder sparen?

Eine effektive Geldanlage zu finden, bedeutet abzuwägen, ob eine hohe Rendite oder eine sichere Anlage entscheidend ist. Im nachfolgenden Beitrag erhalten Sie Infos zu deutschen Geldanlagen und Vergleiche dargestellt.

Deutsche sind in Bezug auf das Thema Geldanlage sehr altmodisch. Sie legen Ihr Geld auf ein Sparbuch ab, bei dem Sie nicht einmal von Zinsen profitieren. Bei einem Bankkonto kann man durch den Leitzins der auf 0 steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf eine Rendite hoffen. Deutsche wollen eine hohe Rendite und eine sichere Anlage, aber diese zwei Nenner funktionieren nicht zusammen. Deshalb tendieren Deutsche auf eine sichere Anlage.

Deutsche sollten beim Geldanlegen umdenken

Die Anlagestrategie der Deutschen ist geprägt von Vorsicht und bedacht auf Sicherheit. Weshalb wir den europäischen Ländern beim Thema Rendite hinterher sind. Trotz der Niedrigzinspolitik hat sich am sparsamen Volk nichts getan - das Vermögen liegt noch immer auf der Bank. Wenn wir Deutschen zehn Prozent unseres Vermögens je fünf Prozent in Aktien und Investmentfonds investiert hätten, wäre die Rendite mindestens einen Prozentpunkt höher ausgefallen. Die deutschen Haushalte hätten 200 Milliarden Euro zusätzliches Vermögen eingenommen, sagt der Allianz Global Wealth Report.

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank kam nicht spontan und unerwartet. Die Deutschen hatten genug Zeit, um Ihr Vermögen umzupositionieren. Hierzulande sehen viele Sparer aber keinen Grund, ihre Geldanlagen von der Bank zu nehmen und zu investieren. Allem Anschein nach hat man eine Rendite nicht nötig. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern kann Deutschland mit seiner Vermögensrendite von 2,3 Prozent nicht prahlen. Als Vorbild könnten die Deutschen die Südeuropäischen Länder sehen, denn Spanien und Italien haben eine Rendite von vier Prozent und sogar Frankreich glänzt mit einer Anlegerendite von 3,6 Prozent. Im Ranking um die 20 reichsten Länder, in Bezug auf das Geldvermögen pro Kopf, ergab sich für Deutschland der 18. Platz. Da sich die Vielzahl der Sparer nicht mit der Niedrigzinspolitik beschäftigt und ihnen die Nachteile nicht bewusst sind, fordert die Allianz, dass die Politik bei den neuen Sparkonzepten hilft und weitere Belastungen vermeidet.

3 Regeln für eine effektive Geldanlage

Die ideale Art, Geld anzulegen, ist, das Vermögen in mehrere Fonds zu streuen. Wenn ein Investment schief läuft, kann Ihnen ein anderes aushelfen. Privatanlegern wird empfohlen, Exchange Traded Funds (ETF) breit zu streuen. Das läuft wie folgt ab: Sie kaufen einen metaphorischen Korb voller Aktien eines Landes, einer Region oder Branche. Eine Alternative wäre, mit einem Fondsmanager die Geldanlagen zu verstreuen. Mischfonds werden über Aktien und Anleihen gestreut - sie haben in den letzten fünf Jahren gut funktioniert. Außerdem gibt es noch Stiftungsfonds, in diesen schwanken die Kurse nicht stark und sie sind einfacher zu handhaben.

Eine zweite wichtige Regel bei einer effektiven Geldanlage sind niedrige Kosten. Wenn Sie von niedrigen jährlichen Kosten profitieren, können Sie sich über einen längeren Zeitraum auf einen Renditevorteil freuen. Mit dem ETF können Sie sich auf eine jährlich niedrige Kostenbelastung mit unter einem Prozent freuen, während wiederum aktiv verwaltete Fonds teurer sind. Aktiv verwaltete Fonds unterscheiden sich in Stiftungsfonds mit 1,15 Prozent und Mischfonds mit 1,65 Prozent. Eine weitere Variante wären die aktiv gemanagten Fonds der Banken, die mit einem Ausgabenaufschlag von bis zu fünf Prozent angeboten werden. Durch Verhandlungen können Sie diese natürlich stark drücken.

Sie sollten keinen Trends nachgehen, sondern für sich selbst die angemessene Geldanlage finden. Die Börsenregel lautete zwar „The trend is your friend.“, aber diese sollte nicht immer beherzigt werden. Denn die Jahre haben gezeigt, wenn die Mehrheit der Anleger Aktien kauft, steigen die Kurse und wenn die Mehrheit ihre Papiere verkauft, geben die Kurse nach und dies könnte dann eine Fehlinvestition gewesen sein.

ETF
(Quelle: Sebastian Poller)

Neulinge im Aktienbusiness

Indexfonds (ETF) haben für Neulinge im Aktienbusiness einige Vorteile, z. B. dass sie günstiger als aktiv gemanagte Fonds sind oder einfach zu handhaben sind. Bei einem Indexfond werden die Aktien nicht von einem Manager ausgesucht, sondern werden in einem Aktienindex angezeigt. Wenn Sie einen DAX-ETF kaufen, investieren Sie in große DAX-Unternehmen, ohne einzelne Aktien zu kaufen. Des Weiteren sind die Gebühren für Sie günstig, da Ihre Fonds von keinem Manager verwaltet werden. Die Gebühren betreffen die Wertpapierkäufer bei Ihrer Bank, dabei wird zwischen Direktbanken im Netz mit 0,1 Prozent und Filialbanken mit einem Prozent unterschieden.

Fazit

Die Geldanlagen der Deutschen erhalten keine Rendite, wenn sie auf der Bank liegen. Durch die Niedrigzinspolitik ist das Konzept der sicheren Sparer vernichtet worden - die Betroffenen haben es nur noch nicht erkannt. Wenn Sie trotz des Leitzinses von null Prozent von einer hohen Rendite profitieren wollen, müssen Sie von einer sicheren Anlage absehen – beides funktioniert nicht.

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